Forschung & Entwicklung

Innovation durch Forschung

Die Forschungs-Leitidee des Centers ist die Befähigung produzierender Unternehmen zur kontinuierlichen datenbasierten Gestaltung und Steuerung agiler Wertschöpfungsketten auf Standort- und Netzwerkebene. Ziel ist die Realisierung von jährlichen Produktivitätssteigerungen durch das proaktive Agieren auf Veränderungen.

Dies wird durch die Zusammenführung verschiedener Produktions-Apps in einem globalen Leitstand erreicht, welcher…

  • datenbasiert und echtzeitfähig Transparenz schafft.
  • bewertete Handlungsalternativen bereitstellt.
  • hilft Veränderungsbedarfe proaktiv zu erkennen.
  • ein Best Practice Sharing im Netzwerk sicherstellt.
Anhand mehrerer Fokusthemen beschäftigt sich das GPMC intensiv mit praxisnahen Forschungsansätzen. Unternehmen haben die Möglichkeit sich in unterschiedlichsten Formaten an den Themenstellungen zu beteiligen oder eigene Impulse zu setzen, bei denen das GPMC mit der umfangreichen Forschungserfahrung seiner Mitarbeiter und Experten und der Nähe zum WZL der RWTH Aachen University unterstützt.

Unsere aktuellen Forschungsthemen:

Process Mining

Effiziente Unternehmensprozesse sind die zentrale Stellschraube, um im Wettbewerb bestehen zu können. Ziel der neue Data-Analytics-Technologie Process Mining ist es, aufwandsarm reale Unternehmensprozesse datenbasiert zu erkennen, zu überwachen und zu verbessern. Grundlage für Process Mining sind Daten, die in unternehmerischen Informationssystemen bereits vorhanden sind. Die Nutzung dieser Daten ermöglicht ein reales Abbild der Unternehmensprozesse zu erzeugen und erlaubt ein dynamisches Prozesscontrolling durch intuitive Prozessbeschreibungen und Kennzahlenauswertungen. In der Vergangenheit konnten durch Anwendungen von Process Mining bereits Kosten in Millionenhöhe eingespart werden.

Die bis dato erzielten Steigerungen der Prozesseffizienz können durch prozessübergreifende Anwendungen von Process Mining erhöht werden. Das GPMC untersucht daher gemeinsam mit Prof. Dr. Van der Aalst – dem Gründer der Process Mining-Disziplin – die Adaptierung von Process Mining auf den gesamten Auftragsabwicklungsprozess. Ziel ist es, die Herausforderungen dieses innovativen Themas mit Anforderungen produzierender Unternehmen abzugleichen und die Erkenntnisse wieder in die Forschung zu transferieren:

  • Mit welchen Kennzahlen sollte der Auftragsabwicklungsprozesse gemessen werden?
  • Wie lässt sich volle Transparenz des Auftragsabwicklungsprozesses auf Knopfdruck schaffen?
  • Wie kann durch datenbasierte Entscheidungshilfen die Prozessleistung optimiert werden?
Darüber hinaus bietet das Center methodische und fachliche Unterstützung für unternehmensspezifische Process-Mining-Anwendungen. Diskussionen und Austausche zwischen Wissenschaft und Praxis bieten Mitgliedern die Möglichkeit ihre Prozesseffizienz zu steigern, indem Prozessabweichungen, Schwachstellen und Engpässe aufwandsarm, faktenbasiert und objektiv identifiziert werden.
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KI & Data Analytics

Die großen Tech-Konzerne machen es vor: Apples Sprachassistent Siri oder Amazons Kaufberatung mit der Rubrik „Andere Kunden kauften auch“. Die Gesellschaft ist im Alltag inzwischen an den Umgang mit künstlicher Intelligenz (KI) so gewöhnt, dass es kaum noch auffällt, wie innovativ sie eigentlich ist. Im Hinblick auf die Produktion zeichnet sich ein vielfach anderes Bild: manuelle Anpassungen in der Produktionssteuerung, geringe Transparenz zu Durchlaufzeiten und eine Vielzahl an repetitiven Arbeitsschritten. Warum kommt KI nicht in der Produktion an?

Die Gründe für eine geringe Nutzung von KI sind vielfältig: komplexe Prozesse, schlechte Datenqualität und ein permanenter Kostendruck, sodass KI-Projekte zu unsicher erscheinen, als dass sie genehmigt werden. Betrachtet man diese Gründe jedoch genauer, ist KI nicht das Problem, sondern die passende Antwort. KI kann bei richtiger Anwendung helfen, Prozesskomplexität effizient zu beherrschen, sie kann mangelnde Datenqualität statistisch heilen und EntscheiderInnen unterstützen, signifikante Kosteneinsparungen zu erzielen. Was es dafür braucht, ist ein klares Verständnis, was KI kann – aber auch was KI nicht kann –, und die Vision Mitarbeiter aktiv in den Prozess der Datenauswertung einzubeziehen, damit sie KI-Ergebnissen vertrauen können und diese auch nutzen.

Das Angebot des GPMC für produzierende Unternehmen ist eine anwendungsnahe Auseinandersetzung mit dem Thema KI, eine unkomplizierte Befähigung schnell Erfahrungen zu machen und dabei schon gute Ergebnisse zu erzielen. Hierzu erforscht das GPMC Erfolgsfaktoren und Best-Practices im Umgang mit KI und überführt diese in ein strukturiertes und methodisch abgesichertes Vorgehen. Wenn auch Sie das Gefühl haben, bei Null anfangen zu müssen und trotz großem Aufwand nicht recht voranzukommen, sprechen Sie uns gerne für Forschungs-, Beratungsprojekte oder Seminare zum Thema KI an.

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Ansprechpartner

Team_Ansprechpartner_Andreas-G_tzlaff-1024x682 Forschung & Entwicklung
Andreas Gützlaff, M.Sc. RWTH
Prokurist/Centerleiter
Telefon: +49 151 46761122
E-Mail: A.Guetzlaff@gpmc-aachen.de